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Kommentar Prof. Dr.-Ing. Thomas Stocker


 

Helmut Barth GmbH            Neue Abhörbox für Profis                  Stand 11.3.2019

Der geniale Entwickler von akustischen Wiedergabesystemen hat sich erneut den besonderen Anforderungen der möglichst naturgetreuen Wiedergabe von Klängen gestellt und ein Abhörsystem für Profis in Tonstudios entwickelt, das höchste Wiedergabetreue auch ohne Vorliegen von Freifeldbedingungen erlaubt.
Das neue HB-3 System kann hierbei entsprechend den Raumbedingungen flexibel als Aktiv- oder Passivbox eingesetzt werden. Es besteht aus der Fullrange Box HB-3, mit Konus-Mittel-/Tieftöner und einem AMT, dem derzeit besten Hochtonwandler. Ein zweikanaliges Bass-Erweiterungsmodul kann entweder inline als Standfuß oder als Subwoofer betrieben werden.
Um nun dieses Konzept für Profis in deren besondere Abhörsituation in Tonstudios zu qualifizieren sind hoch wirksame Systemanforderungen zur Vermeidung von Raummoden umgesetzt, der einen Equalizer entbehrlich macht, mit dem durch selektive Frequenzabsenkungen die Wiedergabe manipuliert wird, ohne die Wiedergabe weitgehend raumunabhängig darzubieten. 
Um den Einfluss von Raumreflexionen zu minimieren ist es sinnvoll, hauptsächlich den Direktschall durch Richtwirkung dem Zuhörerkreis anzubieten und den Streuschall zu reduzieren. Dies wird beim Einsatz der Fullrange Box in Verbindung mit einem Zusatzlautsprecher HB-3 Cardio Sub sowie durch die Verwendung eines AMTs, der den vertikalen Abstrahlwinkel einschränkt und somit die gefürchteten Reflexionen an Decke und Boden vermindert. Der horizontale Abstrahlwinkel bleibt hiervon unberührt und beträgt weiterhin mehr als 90°. 
Bestehen bleibt hierbei natürlich die Problematik im Tiefton-/Bassbereich unterhalb von 500 Hz, da hier die Richtwirkung durch den zunehmenden Übergang der Abstrahlung in eine Kugelstrahlercharakteristik aufgehoben wird. Deshalb wird hier ein hochwirksamer Kunstgriff über eine Cardioid-Bass-Erweiterungsbox (HB-3 Cardio Sub) angewandt. Hier ist das Ziel die Kugelstrahlercharakteristik so umzuformen, dass der Direktschall nicht überlagert wird durch Reflexionen die aus dem hinteren Boxenbereich stammen, also quasi eine Halbkugelcharakteristik herzustellen, was allerdings eine besondere Herausforderung darstellt.
Ein Cardioid ist eine Rollkurve, die entsteht, wenn man zwei gleichgroße Kreise aufeinander abrollt, einer davon festgesetzt ist und man beim Umlaufenden ein Punkt am Umfang beobachtet. Es ist somit eine Sonderform einer Epizykloide. Diese Rollkurve ergibt dann die Form eines Herzens, die hier für die Abstrahlamplitude nachempfunden wird, wobei das Minimum auf der Rückseite der Box angeordnet ist.
Das hier eingesetzte revolutionäre Prinzip der Bass-Erweiterungsbox in Cardioidtechnik basiert darauf, in einem Twingehäuses das Ausgangssignal eines Dipol-Strahlers um 180° phasenverschoben mit dem parallel verbauten kugelförmig abstrahlenden Druckstrahler zu überlagern und somit im hinteren Boxenbereich im Idealfall eine Auslöschung der tiefen Frequenzen zu erreichen, die dann den Direktschall nicht mehr überlagern können und somit raumunabhängig eine Richtwirkung auch im tieffrequenten Bereich ermöglicht. Dadurch ergibt sich bei dieser Anordnung über einen breitbandigen Frequenzbereich an der Seite und Rückseite der Box eine deutliche Reduktion der Bassanteile und damit eine Beibehaltung der Richtcharakteristik über den gesamten Übertragungsbereich. 
Die Tieftonchassis der Fullrange Box und des Erweiterungsmoduls sind identisch und bei der Verwendung dessen als Standfuß ergibt sich eine symmetrische Anordnung dieser Tief-/Mitteltöner zum AMT, so dass aus der daraus hervorgehenden bewährten D`Appolito Anordnung sich ein weiterer flacherer Abstrahlwinkel und damit eine noch bessere Richtcharakteristik ergibt. Daraus resultiert eine echte Punktschallquelle, so dass das von Helmut Barth bereits 1985 eingereichte Patent DE 3502921 C1 entbehrlich geworden ist.

Betreibt man das akustische Wiedergabesystem nur mit einem Bass-Erweiterungsmodul als Subwoofer, lässt sich nach Abruf von Presets die Art der Richtwirkung zwischen einer 8 oder einer Kardioid bis zu einer Kugel einstellen, so wie es der Profi von seinen Studiomikrofonen her kennt. Dieses Verfahren ist von Helmut Barth unter dem Aktenzeichen DE102019004676.5 zum Patent angemeldet.

Daraus ergeben sich die nachfolgend vorgestellten Punkte:

- elektronisch einstellbare Richtcharakteristik. 
- Betrieb auch als Subwoofer oder als Bass-Erweiterungsmodul

Schließlich ist es für den Profi höchst interessant, die Klangcharakteristik von Referenzlautsprechern wie z.B. einer HD1 oder Genelec Studiobox zu emulieren. Dies kann hier durch einfachen Aufruf von eingebauten Presets eingestellt werden, um so das Klangverhalten des Musikstückes auch bei alternativen Lautsprechern zu qualifizieren.

Meine Hörproben jeweils im direkten Vergleich zu einem Abhörsystem, bestehend aus Genelec 8030A und einem Subwoofer 7050B:

Allan Taylor Beat Hotel
Maria Mena I was made for lovin` you 
Dire Straits Brothers in Arms
Susan Vega Luca 
Gustav Mahler Symphonie Nr. 2 in C minor Seiji Ozawa 
Messignal: Getaktetes Rosa Rauschen

Beurteilung: Die neue HB-3 bietet eine äußerst transparente Wiedergabe der Tonbeispiele und insbesondere bei Maria Mena hat man das Gefühl, die Stimme entsteht im Kopf des Hörers, was ein ganz besonderes Erlebnis darstellt. Im Vergleich zum Genelec-System, das ja eine anerkannte Referenzbox darstellt, erlebt man eine transparentere und lebhaftere Wiedergabe die dem gesteckten Ziel einer naturgetreueren Wiedergabe nochmals näher kommt. Das beste Ergebnis von Helmut Barth aus über 40 Jahren Erfahrung in Entwicklung und Bau akustischer Wiedergabesysteme.

Prof. Dr.-Ing Thomas Stocker

 

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